Schwindelfreiheit ist Grundvoraussetzung für die Absturzsicherung

12. Oktober 2019
Ausbildung Landkreis Lichtenfels Redwitz a.d. Rodach
REDWITZ A.D. RODACH. Insgesamt 18 Feuerwehrdienstleistende aus den Landkreisen Lichtenfels und Kronach konnten den Ausbildungslehrgang "Absturzsicherung" in Redwitz mit Erfolg abschließen.

Absturzsicherung - was ist das eigentlich? Im Gegensatz zur Höhenrettung geht es dabei zunächst einmal vorrangig darum, Personen oder Einsatzkräfte vor einem Absturz zu sichern. Wer an diesem Lehrgang teilnehmen möchte, muss zunächst in einem Eignungstest (unter Anderem Besteigen der Drehleiter bis 30 Meter Höhe) seine Schwindelfreiheit und körperliche Fitness unter Beweis stellen. Ist das geschehen, geht es an die eigentliche Ausbildung. Hier gilt es, sich zunächst mit den Gerätschaften des "Gerätesatzes Absturzsicherung" vertraut zu machen und die Handhabung am Boden zu trainieren. Im Anschluss geht es dann "hoch hinaus". Die Abschlussübungen des aktuellen Lehrgangs fanden auf dem Werksgelände der Firma Johnson Matthey in Redwitz statt. Hier wurde das Sichern an Außenleitern, Industrieanlagen und Gerüsten eingehend trainiert. Absturzsicherung bedeutet, Personen gegen Absturz zu sichern, bis geeignetes Rettungsgerät zur Verfügung steht. Im Ernstfall würde dies den Einsatz der Bergwacht oder einer Höhenrettungsgruppe bedeuten, die nochmals über spezielleres Rettungsgerät verfügen. Aber auch Feuerwehrangehörige selbst müssen natürlich bei Arbeiten in entsprechenden Höhen gegen Absturz gesichert werden. Mit dem Abschluss des Lehrgangs in Redwitz stehen nun weitere zwei Frauen und elf Männer in den Feuerwehren das Landkreises bereit, die sich in dieses Thema intensiv eingearbeitet haben. Kreisbrandmeister Alexander Klose dankte allen Teilnehmern für die Bereitschaft, diese spezielle Ausbildung zu absolvieren und sich künftig auch regelmäßig im Thema fortbilden zu wollen. Das erlernte Wissen könne nur durch regelmäßige Übungen und den regelmäßigen Umgang mit dieser speziellen Ausrüstung erhalten und vertieft werden. Klose dankte zum Abschluss den Verantwortlichen der Firma Johnson Matthey für die Möglichkeit, das Firmengelände für die Ausbildung nutzen zu dürfen.

Neben Kreisbrandmeister Alexander Klose gehörten dem Ausbilderteam Gabriel Dauer, Thomas Fischer-Feick, Dominik Hagel, Alex Krebs, Michael Martin, Alexander Ruhs, Alexander Schmitt und Christian Ziegler an.

Am Lehrgang in Redwitz haben erfolgreich teilgenommen:

  • Tobias Grünbeck, Tobias Hau (FF Bad Staffelstein)
  • Martin Berthold, Simon Kestel, Christian Ruß (FF Burgkunstadt)
  • Anton Schatz, Hannes Wunner (FF Ebensfeld)
  • Jonas Fischer, Benedikt Stöcker (FF Hochstadt)
  • Andreas Lindner, Sandro Reil (FF Küps, Lkr. Kronach)
  • Judith Lindner (FF Lichtenfels)
  • Anna-Lena Herbst, Thomas Ruckdäschel, Mario Schaller (FF Michelau)
  • David Herrrmann, Mark Walder (FF Redwitz)
  • Christian Kasper (FF Weismain)

 

Fotos: Tom Hanft, FF Michelau
Bericht: Markus Witzgall, KBM