"Stern der Sicherheit" für KBI Siegfried Hammrich

17. Juli 2019
Landkreis Lichtenfels Auszeichnung
LANDKREIS LICHTENFELS. Kreisbrandinspektor Siegfried Hammrich aus Püchitz wurde für sein besonderes Engagement bei der Erarbeitung der Einsatzkonzepte bei der ICE-Neubaustrecke zwischen Ebensfeld und Erfurt mit der Bayerischen Staatsmedaille „Stern der Sicherheit“geehrt.

Zehn hochengagierte Persönlichkeiten erhielten am Montag von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Staatsmedaille für ihre außerordentlichen Verdienste um die Innere Sicherheit.

Herrmann erklärte, dass derzeit in unserem Land leider wieder in bis vor kurzem unvorstellbarem Maße Hass und Gewalt um sich greifen würden. Er erinnerte an die Ermordung des Kassler Regierungspräsidenten Walther Lübcke, die mit zum Teil menschenverachtendem Hass begrüßt und im Internet gefeiert wurde. Die Träger der Bayerischen Staatsmedaille „Stern der Sicherheit“ dagegen seien alle leuchtende Vorbilder für einen Weg des friedlichen Miteinanders und der Sicherheit.

Mit dem „Stern der Sicherheit“ würdigt der Bayerische Innenminister seit 2013 herausragende Verdienste um die Innere Sicherheit. Die Staatsmedaille wird an maximal 15 Personen pro Jahr verliehen. Zu ihnen gehört Siegfried Hammrich. Als Kreisbrandinspektor des Landkreises Lichtenfels zeigte er einen herausragenden Einsatz bei der Erarbeitung der Einsatzkonzepte bei der ICE-Neubaustrecke zwischen Ebensfeld und Erfurt.

Allein der zweigleisige Teilabschnitt zwischen Ebensfeld und Erfurt besteht aus 22 Tunnel- und 29 Brückenbauwerken und wurde im Dezember 2017 in Betrieb genommen. In Bayern kreuzt dieser Abschnitt die Landkreise Coburg, die Stadt Coburg und den Landkreis Lichtenfels. Im Landkreis Lichtenfels befinden sich drei Brückenbauwerke und der längste Tunnel auf bayerischer Seite, der fast 4000 Meter lange Tunnel „Eierberge“.

„Die Realisierung eines solches Projekts ist nicht nur baulich eine riesige Aufgabe. Auch die Erarbeitung der Sicherheits- und Rettungskonzepte für die Strecke mit ihren vielen Tunnel- und Brückenbauten stellt die Verantwortlichen vor Ort vor gewaltige Herausforderungen“, hieß es in der Laudatio. Während der langjährigen Planungsphase hatte sich der Geehrte in herausragendem Maße bei den Planungsgesprächen, Begehungen und Schulungen mit vollem Einsatz eingebracht.

„Sie haben sich dabei erfolgreich den Herausforderungen wie etwa um die Ausbildung und Einsatzvorbereitung der oberfränkischen Feuerwehren und Rettungsorganisationen durch die neue ICE-Trasse gestellt. Beweis für Ihre herausragende Arbeit in diesem Bereich war die erfolgreiche Katastrophenschutzvollübung am Tunnel Eierberge im Jahr 2017“, so der Minister weiter.

Das von dem Kreisbrandinspektor maßgeblich mit erarbeitete Sicherheitskonzept habe sich bestens bewährt und beweise: „Im Ernstfall haben die Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels alles unter Kontrolle!“ So wurden Tunnelbasiseinheiten gebildet, die die Gewähr dafür sind, dass bei Großschadensereignissen bestmögliche Unterstützung vonseiten der Feuerwehr gewährleistet werden kann. Besonders hervorzuheben ist, dass hier die Einsatzkräfte aus zwei Bundesländern und zahlreichen Landkreisen ein komplett einheitliches Ausrüstungs- und Taktikkonzept erarbeitet haben. Einsatzkräfte aus Erfurt werden in Coburg und Lichtenfels die gleiche Vorgehensweise und Ausrüstung vorfinden wie umgekehrt.

„Dieses ausgezeichnete Konzept dient zwischenzeitlich vielen anderen Projekten als Vorbild“, so Herrmann.

Bericht: Obermain-Tagblatt
Foto: Sammy Minkoff