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FB 10 - Vortrag über Notfallseelsorge!
Während unserer Sitzung am 19.09.2000 hielt die Notfallseelsorgerin des Landkreises, Frau Barbara Zeitler, ein Referat über Notfallseelsorge mit folgendem Inhalt:
Die Notfallseelsorge im Landkreis ist so organisiert, dass im wöchentlichen Wechsel je ein katholischer oder evangelischer Geistlicher mit Piepser und Handy ausgestattet wird und somit zu jeder Zeit erreichbar ist.
Ziel der Seelsorger ist es, für die Betroffenen bei Unfällen, Bränden oder sonstigen Einsätzen da zu sein, mit ihnen zu reden, oder einfach nur zuzuhören. Betroffene können Verletzte, Angehörige oder Einsatzkräfte sein. Es ist auch wichtig, dass sie so schnell wie möglich zu einer Situation gerufen werden, denn es ist leichter von Anfang an in ein Geschehen einzugreifen. Es muss sich auch niemand scheuen, einen Seelsorger zu rufen, denn sie kommen lieber einmal mehr als einmal zu wenig. Auch das Überbringen von Todesnachrichten gehört zu ihrem Aufgabengebiet.
Wirkt ein Betroffener eines schrecklichen Ereignisses durch die Bilder und Eindrücke auch nach Tagen oder Wochen noch bedrückt, kann man sich auch dann noch vertrauensvoll an einen Seelsorger wenden und ein Gespräch suchen.
Wichtig sei es auch, für sich selbst zu sorgen, d. h. zu beobachten, wie man selbst die Ereignisse verarbeitet oder evtl. Hilfe benötigt. Dies gilt natürlich auch für unsere Mitmenschen und Kameraden, die an einem Einsatz beteiligt waren und die sich vielleicht danach auffällig in sich verschlossen verhalten!