Neue Feuerwehrfahrzeuge für das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit VDE 8.1 in Dienst gestellt

Landkreis Coburg / Landkreis Lichtenfels

Text und Bild: Lutz Schneider, KBM Lkr. Lichtenfels

 

In Rödental dankt Innenminister Joachim Herrmann bei einem Blaulicht-Empfang des Staatsministeriums des Innern den Rettungskräften für den außerordentlichen Einsatz bei der Einsatzplanung und Vorbereitdung für die ICE-Neubaustrecke VDE 8.1 der Deutschen Bahn von Ebensfeld nach Erfurt.

Bei dieser Gelegenheit sind zwei speziell für den Einsatz in den Tunneln der ICE-Strecke ausgerüstete Feuerwehrfahrzeuge in den Dienst gestellt worden. Unter anderem sind Atemschutzgeräte für den Langzeiteinsatz, Rollwagen, Schleifkorbtragen und andere bahnspezifische Ausrüstungsgegenstände verladen. Der DB-Konzernbevollächtigte für Bayern Klaus-Dieter Josel würdigte bei der Übergabe die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Als tunnelspezifische Notfallausrüstung stellt die Deutsche Bahn u.a. acht neue Gerätewagen für die Feuerwehren entlang der Strecke zur Verfügung. Drei davon wurden feierlich in Rödental übergeben. Zur Notfallvorsorge wurde in Thüringen und Franken ein Einsatzkonzept umgesetzt, welches für rund 1.500 Kräfte entlang der ICE-Strecke technische und taktische Voraussetzungen schafft um effizient helfen zu können.

Innenminister Joachim Herrmann stellt deutlich klar, dass die Hilfsorganisationen mit Feuerwehr, Rettungsdiensten und THW in Bayern zuständig und unverzichtbar sind. Das hier geschaffene Konzept war notwendig geworden, da sich die Anforderungen für diese Strecke von den bisherigen ICE Trassen maßgeblich in Technik und Infrastruktur unterscheidet. Herrmann: „Ich bin mir bewusst, welch großartiges Engagement die Einsatzkräfte in Oberfranken im Interesse der Sicherheit der Fahrgäste auf der neuen Bahnstrecke an den Tag legen.“ Gerade die Feuerwehren würden laut Herrmann hier einsatztaktisches Neuland betreten. Dank gilt allen Einsatzkräften, vor allem aber den projektverantwortlichen Kreisbrandinspektoren Stefan Zapf und Siegfried Hammrich.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 stellt eine neue Bahnverbindung von München nach Berlin her. Der Abschnitt 8.1 wurde komplett neu erstellt von Ebensfeld bis Erfurt. Die Trassierung ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h ausgelegt. Der Oberbau wird als so genannte „Feste Fahrbahn“ ausgeführt. Die Strecke verläuft durch 22 Tunnel mit 41 Kilometer und über 29 Talbrücken mit 12 Kilometer Gesamtlänge. Hinzu kommen 5 Kilometer Verbindungsstrecken zur Anbindung des Bahnhofs Coburg an die ICE-Strecke. Sie verläuft von Ebensfeld zunächst, rund 34 Kilometer, auf bayerischem Gebiet durch die Mainebene und anschließend östlich an Coburg vorbei. Die Stadt wird jedoch nicht links liegen gelassen, sondern über zwei Verbindungskurven bei Niederfühlbach und Dörfles-Esbach angeschlossen. Vom Froschgrundsee an der bayerisch/thüringischen Landesgrenze kommend, erreicht die Neubaustrecke nordwestlich von Grümpen den Überholbahnhof Theuern. Der Brücke über das Truckenthaler Wasser schließt sich der rund 8,3 Kilometer lange Bleßbergtunnel an. Der längste Tunnel auf bayerischer Seite, der Tunnel Eierberge, liegt im Landkreis Lichtenfels und ist 3.756 m lang.

Die DB stellt in Bayern zwei Gerätewagen Logistik-Bahn sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug in Dienst, welche an die Feuerwehren Rödental, Bad Staffelstein und Püchitz übergeben wurden.

 

VDE 8.1