Kreisfeuerwehrverband Lichtenfels


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ILS-Coburg

Fachbereiche

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Zwei Notrufnummern unter einem Dach

FEUERWEHR UND RETTUNGSDIENST NOTRUF 112

Ab
27.07.2010 um 11:00 werden die Einsätze von Rettungsdienst und Feuerwehr zentral koordiniert. Nicht einmal Ländergrenzen spielen dann noch eine Rolle. In Ebersdorf bei Coburg gehen die Vorbereitungen ihrem Abschluss entgegen.

Ebersdorf/C. – Es herrscht konzentrierte Stille im Raum. Nur das leise Klicken ist zu hören, wenn die Frauen und Männer an sechs großen Tischen Mäuse und Tastaturen ihrer Computer bedienen, hin und wieder unterbrochen von den Erläuterungen des Trainers: In der Integrierten Leitstelle (ILS) in Ebersdorf bei Coburg tritt die Schulung der Mitarbeiter in die Endphase.

Leitstellenleiter Uwe Fuchs blickt mit einer Mischung aus innerer Gelassenheit und Anspannung auf das Datum Dienstag, 22. Juni: Dann wird die Notrufnummer 19 222 für den Rettungsdienst von der

Rettungsleitstelle in der Callenberger Straße in Coburg auf das neue Gebäude im Ebersdorfer Gewerbegebiet umgeschaltet. Am Abend dieses Tages wird, wenn alles planmäßig verläuft, von dort aus der komplette Rettungsdienst für die Landkreise Coburg, Kronach und Lichtenfels koordiniert. „Für die Bevölkerung wird dieser Wechsel nicht spürbar sein“, versichert Uwe Fuchs.

Der Feuerwehr-Notruf 112 wird allerdings erst mit der kompletten Inbetriebnahme der ILS Ende Juli/Anfang August nach Ebersdorf geschaltet. „Wir wollen sichergehen, dass die Computertechnik absolut fehlerfrei funktioniert“, erläutert Uwe Fuchs den Grund für diese Zwei-Phasen-Regelung. Immerhin muss die ILS künftig alle Einsätze von Rettungs- diensten und Feuerwehren für rund 280 000 Menschen in den drei Landkreisen zentral steuern. Das bedeutet, dass die Disponenten in der Leitstelle nicht nur die Einsätze von 30 bis 40 Fahrzeugen im Rettungsdienst, sondern zusätzlich die Alarmierung von rund 330 Feuerwehren koordinieren werden.

Damit ändert sich das Aufgabengebiet für die 21 hauptberuflichen Mitarbeiter, die zum Großteil aus dem Rettungs- dienst kommen, beträchtlich. Seit knapp 20 Wochen werden sie in Fortbildungen für ihre künftige Tätigkeit geschult, vor allem im Hinblick auf das Feuerwehrwesen. Zusätzlich werden spezielle ILS-Lehrgänge absolviert. „Wer einen Notfall meldet, soll einen kompetenten Gesprächspartner für beide Bereiche, Rettungsdienst und Feuerwehr, an der Leitung haben“, betont Uwe Fuchs. Zudem sei es von großer Bedeutung, dass die Einsatzkräfte vor Ort durch die Leitstelle im Hintergrund unterstützt werden können.

Drei Notrufplätze in der Integrierten Leitstelle werden rund um die Uhr besetzt sein, ein weiterer Disponent befindet sich in ständiger Bereitschaft im Haus. Bei besonderen Ereignissen, zum Beispiel Hochwasser oder Stürmen, können binnen 30 Minuten alle zwölf Arbeitsplätze besetzt werden, er- läutert Fuchs die Fakten zum Dienstbetrieb.

Mit der Einführung Integrier- ter Leitstellen und der damit verbundenen „räumlichen „Zusammenlegung“ der beiden Notrufnummern 19 222 und 112 wird das überörtliche Zusammenwirken der Hilfsorganisationen stärker in den Blickpunkt gerückt. Das ist vom Gesetzgeber ausdrücklich so gewollt „und für den Patienten oder Hilfesuchenden ja auch sinnvoll“, verdeutlicht der Leiter der ILS. So gebe es innerhalb des Zuständigkeitsgebietes für die Rettungskräfte praktisch keine Landkreisgrenze mehr, die Leitstelle alarmiert zwingend den Krankenwagen oder die Feuerwehr, die sich als Nächste am Einsatzort befinden. Das gelte im Übrigen auch für die Ländergrenze nach Thüringen. 2008 ist mit dem Neubau im Gewerbegebiet Ebersdorf-West begonnen worden. Seit zwei Jahren arbeitet man folglich in der Rettungsleitstelle Coburg, die im Januar 1976 in Betrieb gegangen ist, auf den Umzug hin. „Wir sind alle ganz heiß auf das neue Gebäude“, schmunzelt Uwe Fuchs.

Äußerlich ein reiner Zweckbau, können die Räumlichkeiten im Innenbereich auf rund 650 Quadratmetern mit gewissen Annehmlichkeiten für den Dienstbetrieb aufwarten. Den Mitarbeitern stehen diverse Umkleide-, Sanitärräume und Aufenthaltsräume zur Verfügung, außerdem ein Schulungsraum im Erdgeschoss, wo sich bei Großereignissen via Leinwand und Beamer das Geschehen aus der Einsatzleitstelle im Obergeschoss mitverfolgen lässt. Das Gebäude hat einen barrierefreien Zugang. Zu den umwelttechnischen Standards gehören Erdwärme, eine Regenwasser-Zisterne und eine Anlage zur Wärmerückgewinnung.

Eine umfangreiche Sicherheitstechnik ist für den störungsfreien Betrieb der Integrierten Leitstelle unabdingbar. Im Außenbereich verhindern Metallzaun und Überwachungskameras, dass unbefugte Besucher das Gelände betreten können. Eine hochkomplexe, unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Notstromaggregat gewährleistet konstante Energiezufuhr. „Man kann sich leicht ausmalen, was ein Stromausfall auch nur für Sekunden für die Computeranlage bedeuten würde“, macht Uwe Fuchs klar. Die Software für die Leitstellentechnik selbst stammt von einem österreichischen Unternehmen. - Quelle: Neue Presse

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T e r m i n ä n d e r u n g - S c h u l u n g / E i n s a t z n a c h b e a r b e i t u n g


Aufgrund fehlender Daten können die Schulungen für die Einsatznachbearbeitung nicht wie vorgesehen ab Monat Mai 2010 stattfinden.

Voraussichtlich beginnen die Schulungen nach den Schul-Sommerferien Mitte September 2010.

Genaue Termine folgen noch!


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Quelle: www.bayern-ils.de-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

27.03.2010 - Ein Haus, in dem nichts schief gehen darf

In der integrierten Leitstelle (ILS) für die Landkreise Coburg, Kronach und Lichtenfels werden ab dem Sommer alle Einsätze der Sanitäter und Feuerwehren zentral koordiniert.
Der hohe Zaun, die Überwachungskamera am Eingang; Türen, die Sicherheitsschleusen gleichen – man sieht auf den ersten Blick, dass dieses Gebäude mitten im Gewerbegebiet etwas besonderes sein muss. Es ist die neue integrierte Rettungsleitstelle für die Landkreise Coburg, Kronach und Lichtenfels. Dort werden vom Sommer an alle Einsätze, die über die Rufnummern 19222 und 112 angefordert wurden, zentral koordiniert.

"Integriert" heißt die Leitstelle deshalb, weil dort auf Wunsch des Bayerischen Innenministeriums erstmals die Einsätze von Feuerwehren und Rettungsdiensten gemeinsam geleitet werden.

Da reichen zwei Arme des Systemadministrators Rainer Brehm gar nicht aus, um über den Arbeitsplatz eines Disponenten in der Rettungsleitstelle zu greifen. Foto: Berthold Köhler


Derzeit läuft der Innenausbau im Neubau direkt gegenüber dem Aldi-Markt auf Hochtouren. Täglich kommen Lkw, bringen Schränke, Schreibtische und Computeranlagen. Andere Teile des Gebäudes, die etwa die Klimaanlage und die hoch komplexe Notstromversorgung mit dem Aggregat draußen vor der Tür sind schon seit einigen Wochen in Betrieb.


Daten von knapp 280 000 Einwohnern aus drei Landkreisen
Beim Rundgang durch das Haus erschließt sich schnell, warum hier wirklich nur der herein kommt, der auch herein kommen soll. Die (persönlichen) Daten von knapp 280 000 Einwohnern in den drei Landkreisen, sind es, die hier verwaltet werden. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst müssen schließlich wissen, wo es im Ernstfall genau hingehen soll – und idealer Weise, was sie dort erwartet.

Uwe Fuchs, der eigentlich aus dem Sanitätsdienst kommt, hat für seinen neuen Job als Leiter der Rettungsleitstelle (genauso wie sein Stellvertreter Peter Kunzelmann) noch einmal monatelang die Schulbank gedrückt. Als einen der am besten ausgebildeten Feuerwehrmänner in der Gegend haben sie ihn vor kurzem bei der Kommandantentagung der Coburger Landkreis-Feuerwehren bezeichnet. Und das sicher nicht zu unrecht: Von seiner Ausbildung her könnte Fuchs inzwischen sogar eine Berufsfeuerwehr leiten.

"Das ist auch sehr wichtig", betont Fuchs den Wert seiner umfassenden Ausbildung. Er als Leitstellenleiter müsse schließlich wissen, wovon die Feuerwehrleute im Einsatz reden. Die Rettungsleitstelle soll im Falle des Falles nicht nur die Helfer alarmieren, sondern von Ebersdorf aus auch logistisch unterstützen. Da muss man die spezielle Feuerwehr-Sprache schon verstehen. Und wer die Feuerwehren kennt, weiß: Ein Einsatzleiter, der keine Ahnung vom Feuerwehrdienst hat, würde schnell Probleme mit seiner Autorität bekommen. Da ist es schon ganz gut, wenn im Ernstfall klar ist: Der Mann weiß, wovon er redet.

Die große Bedeutung des Fachwissens bringt natürlich mit sich, dass auch die Disponenten (sie nehmen die Anrufe von außen entgegen) 17 Wochen lange Fortbildungen hinter sich haben. "Alle sind mindestens Rettungsassistenten und Feuerwehr-Gruppenführer", erläutert Rainer Brehm. Der hat derzeit wohl in Ebersdorf am meisten zu tun, denn er ist der Systemadministrator. Und damit der Herr über die in der Rettungsleitstelle alles entscheidende EDV-Anlage.

Die Schichtpläne der 24 Mitarbeiter in Ebersdorf sind so aufgeteilt, dass drei Notrufplätze rund um die Uhr belegt sind. Ein vierter Mitarbeiter befindet sich immer im Gebäude auf Bereitschaft. Und wird es richtig eng – Hochwasser-Ereignisse und Stürme sind da die klassischen Beispiele – gibt es in der Rettungsleitstelle einen Notfallplan. "Innerhalb einer halben Stunde sind wir in der Lage, zwölf Plätze zu besetzen", erläutert Uwe Fuchs.

Jene Arbeitsplätze kommen dem Laien vor, als wurden sie aus den Requisiten eines James-Bond-Filmes entliehen. Fünf große Flachbildmonitore stehen auf jedem Schreibtisch, dazu kommen in der Zentrale vier große Bildschirme an der Wand und ein Beamer. "Alles gesteuert mit einer Tastatur und einer Maus", erklärt Rainer Brehm – und grinst dabei, sogar ein bisschen stolz. Nur mit dieser Menge an Geräten ist es möglich, bei einem Großeinsatz alle wichtigen Fakten im Blick zu haben.

2500 Fahrzeuge sind unterwegs
Rainer Brehm hat bei der Eingabe der relevanten Daten ins Computersystem einmal mitgezählt: "Wir haben in den drei Landkreisen 330 Feuerwehren und 2500 Einsatzfahrzeuge – vom Schlauchboot bis zur großen Drehleiter". Und damit nicht genug – schließlich endet die Verantwortung für die Menschen nicht an der Landkreisgrenze. So gilt immer die Prämisse, dass das Rettungsfahrzeug, das sich am nächsten befindet, zu einem Notfall geschickt wird. Deshalb ist die Ebersdorfer Leitstelle mit ihren Nachbarn in Hof, Schweinfurt, Bayreuth, Bamberg und Suhl vernetzt.


Quelle: Coburger Tageblatt

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12. Lehrgang Disponent Integrierte Leitstelle Geretsried, 17.02.2010

Am Montag, den 08.02.2010, hat der zwölfte Lehrgang Disponent Integrierte Leitstelle begonnen. Die 14 Teilnehmer stammen diesmal aus den Leitstellenbereichen Augsburg, Bayreuth, Coburg, Schwabach, Straubing und Landshut.
Wir wünschen den Teilnehmern eine lehrreiche Zeit und einen erfolgreichen Lehrgangsabschluss.

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