Kreisfeuerwehrverband Lichtenfels


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Dienstversammlung

Inspektion

Herbstdienstversammlung der Feuerwehren
im Landkreis Lichtenfels am 11.11.2011 in Hochstadt am Main

Bild: Lutz Schneider / Text: Andreas Welz

Hochstadt am Main / Landkreis Lichtenfels Die Sorge um den Nachwuchs beschäftigte auch die Herbstdienstversammlung der Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren und Werksfeuerwehren im Landkreis Lichtenfels am vergangenen Freitag in der Hochstadter Katzogelhalle. Kreisbrandrat Siegfried Kerner appellierte an die Vertreter der Kommunen, die jungen Brandschützer ideell stärker zu unterstützen. Absolventen von Leistungsprüfungen seien zum Beispiel immer dann hoch motiviert, wenn sie ihr Können und ihre Leistungsbereitschaft vor dem Gemeindeoberhaupt, Stadt- oder Gemeinderäten beweisen können.

Am Jugendfeuerwehrtag in Wiesen, der hervorragend organisiert worden sei, hätten nur 21 von 100 Jugendgruppen teilgenommen. Bei nur wenigen Gruppen würden Leistungsprüfungen durchgeführt und auch die Teilnahme der Jugendwarte an den Sitzungen lasse zu wünschen übrig. „Wir müssen den Jugendlichen etwas bieten“, forderte der Kreisbrandrat. Auch Kreisbrandmeister Erich Wachsmann, der für die Standortlehrgänge und Prüfungen zuständig ist, schlug in die gleiche Kerbe: „Die Leistungsprüfungen nehmen ab“, bedauerte er. In diesem Jahr waren 34, wieder eine weniger als im vergangenen Jahr.

Von links: Stlv. Landrat Helmut Fischer, Kreisbrandrat Siegfied Kerner
KBI Timm Vogler sowie MdL Christian Meißner

Kerner berichtet von zahlreichen Einsätzen. Herausragend war ein Großbrand am 29. Mai auf dem Gelände der Firma Welsch, dem zukünftigen Standort des Fachmarktzentrums in der Lichtenfelser Mainau. Zahlreiche Schadenfeier registrierte er in Altenkunstadt. In Marktgraitz brannte am 16. Juni ein Industriegebäude und mehrere Pkw-Brände löschte die Feuerwehr. Auch eine Anzahl von Verkehrsunfällen und technischer Hilfeleistung listete der Kreisbrandrat im Berichtszeitraum von April bis November auf.

Die Zahl der Rettung von Menschen mittels Drehleitern nehme zu und auch die Fehlalarme. Er bat die Verantwortlichen von Firmen mit Rauchmeldeanlagen, die Meldeschleifen bei Wartungs- und Reparaturarbeiten vorübergehend abzuschalten. Sein Dank galt der Feuerwehr Unnersdorf die für die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages verantwortlich war. Kritisch kommentierte der Kreisbrandrat das „verrückte“ Schwenken der Fahnen beim Einzug in Festhallen. Auch in Unnersdorf musste man eine abgebrochen Fahnenstange beklagen. Die neue Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle in Ebersdorf bei Coburg funktioniere gut. Mit dem Einführen des digitalen Funks werde 2016 gerechnet.

Die Möglichkeit, ein 7,5 Tonnen schweres Fahrzeug mit dem Pkw-Führerschein zu fahren rücke in greifbare Nähe, gab der Kreisbrandrat bekannt. Die Ausbildung laufe bereits. „Die ersten Feuerwehrführerscheine bis 7,5 Tonnen werden von unserem neuen Landrat Christian Meißner im Dezember ausgehändigte“, kündigte Kerner an. Die Berichte der Kreisbrandmeister wurden beifällig zur Kenntnis genommen. Ottmar Jahn erläuterte die Arbeit der Atemschutzgruppe, Gefahrengut und Funk. Uwe Knab oblag die Stärkemeldung und die Einsatznachbearbeitung. Erich Wachmann berichtete über die Standortlehrgänge und Lutz Schneider über Atemschutz.

Einstimmig wurde die Bewerbung der Freiwilligen Feuerwehr Schwürbitz für den Kreisfeuerwehrtag 2013 akzeptiert. Als beispielhaft bezeichnete der Kreisbrandrat eine Spende der Freiwilligen Feuerwehr Weiden. Sie unterstütze die Aktion „Hilde für Helfer“ mit 500 Euro, einem Teil des Erlöses vom Stadtfeuerwehrtag in Weismain. Kommandant Michael Herold und Vorsitzender Gregor Will überreichten den Scheck. Für 25jährige Dienstzeit wurde Friedrich Spitzer aus Wolfsloch geehrt. Amtierender Landrat Helmut Fischer händigte das Ehrenkreuz aus.

Der zweite Bürgermeister von Hochstadt, Michael Stöcker, lobte das Engagement der Wehrmänner aus Wolfsloch, die ihr Feuerwehrhaus in überwiegender Eigenleistung bauten. Durch die verzögerte Auslieferung des neuen Hochstadter Feuerwehrautos, gerate die Förderung in Gefahr, die nur in diesem Jahr gewährt werde. Er hoffte auf einen Zuschuss auch im kommenden Jahr. Landtagsabgeordneter Christian Meißner (CSU), kündigte eine Verbesserung der Situation der Feuerwehrschule in Würzburg an und stellte in Aussicht, dass Mannschaftstransportwagen in Zukunft auch bezuschusst werden.

Regierungsrat Klaus Langer warb Freiwillige für die Intergreirte Leitstelle. Bei Großalarm, zum Beispiel bei Hochwasser, erreichten stündlich 100 Notrufe die Zentrale, die von den Hauptamtlichen nicht bewältigt werden könne. Es stünden sechs Plätze für Ehrenamtliche zur Verfügung, die sich bius zum 30 November im Landratsamt melden sollten. Gebraucht werden Truppführer mit fünfjähriger Erfahrung.

Im Namen der Hilfsorganisationen berichtete der Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes über die gute Zusammenarbeit der Rotkreuzler mit den Feuerwehren. Er rief das kostenlose Angebot des Kreisverbandes in Erinnerung, Erste-Hilfe-Kurse für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren durchzuführen. Von der Polzeiinspektion Lichtenfels lobte 1. Polizeihauptkommissar Harald Göring das gute Verhältnis zwischen Feuerwehr und Polizei. Insbesondere bei der Verkehrssicherung leisteten die Feuerwehren unschätzbare Dienste.


Wahl Kreisbrandrat - Mit überwältigender Mehrheit ist am vergangenen Freitag Timm Vogler zum Kreisbrandrat gewählt worden. 104 Kommandanten oder ihre Stellvertreter der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels und den Werksfeuerwehren votierten nach der Herbstdienstversammlung in der Hochstadter Katzogelhalle für den Kreisbrandinspektor aus Burkheim. Fünf stimmten gegen ihn und weitere fünf Stimmen waren ungültig. Von 121 Wehren nahmen 116 Vertreter teil. 114 Stimmen wurden abgegeben.

Der amtierende Landrat Helmut Fischer hatte den 42jährigen Diplomingenieur für das höchste Amt der Brandschützer vorgeschlagen. Vogler löst Kreisbrandrat Siegfried Kerner ab, der in den Ruhestand tritt. Kerner hatte seit 1984 und drei Wahlperioden das Amt inne und wird es am 27. Februar 2012 seinem Nachfolger übergeben. Eine feierliche Verabschiedung des beliebten „Rates“ ist zur Frühjahrsversammlung der Kommandanten am 16. März vorgesehen.

In seiner eindrücklichen Antrittsrede umriss Vogler die Hauptziele seiner zukünftigen Tätigkeit. Strukturen zu schaffen für ein funktionsfähiges Rettungswesen, sei die wesentliche Aufgabe des Kreisbrandrates. „Dabei geht es nicht um Rang und Person, sondern immer um die Sache, nämlich um Menschen, die in Not geraten sind und denen ist es egal, welcher Feuerwehrname auf dem Ärmelabzeichen steht, welcher Organisation er angehört und welchen Rang und Namen er hat“, fasste der Kreisbrandrat in spe seine Überzeugung zusammen.

Timm Vogler - Die Karriereleiter des neuen Kreisbrandrats geht seit seinem Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Altenkunstadt am 1. November 1985 steil bergan. Fünf Jahre später wurde Timm Vogler bereits zum Löschmeister ernannt und 1997 zum Kreisbrandmeister für Sonderaufgaben. Zum 1. Januar 2011 stieg er zum Kreisbrandinspektor auf und wird nach seiner Wahl am 12. November am 28. Februar 2012 das Amt des Kreisbrandrats übernehmen.

Neben allen Lehrgängen einschließlich Atem-, Chemikalien- und Strahlenschutz ist er Verbandsführer besonderer Führungsdienstgrade. Er ist befähigt zur Leitung beim Katastrophenschutz und bei der Flughelferführung insbesondere für Löschwasser-Außenbehälter an Hubschraubern. Seit September 2009 verwaltet er die Anmeldungen für Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen für den gesamten Landkreis.

An Auszeichnungen besitzt Timm Vogler den Sächsischen Fluthelferorden für den Einsatz bei der Flutkatastrophe in Sachsen. Vor einem Jahr erhielt er das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25jährige aktive Dienstzeit. Er absolvierte alle Leistungsprüfungen bis zur Stufe Gold/Rot und „Technische Hilfeleistung“ bis zur Stufe Gold.

Der neue Kreisbrandrat wohnt in Burkheim, einem Ortsteil von Altenkunstadt und arbeitet als Sicherheitsingenieur beim TÜV Süd. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter im Alter von elf und 14 Jahren. Auch in seiner Freizeit ist er Timm Vogler gern in Bewegung, seine Hobbys sind Mountain-Bike und Nordic-Walking. Trotz der hohen berufliche Belastung und seinen Aufgaben als Kreisbrandrat nimmt es sich Zeit für die Familie. Er hat viel Freude an der Natur und lebt nach dem Motto: „Vergiss das Leben nicht“.



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Frühjahrsdienstversammlung der Feuerwehren
im Landkreis Lichtenfels am 08.04.2011 in Altenkunstadt

Bild und Text: Markus Witzgall

ALTENKUNSTADT / LKR. LICHTENFELS. Auf ein arbeitsreiches Jahr konnten die Feuerwehrkommandanten des Landkreises Lichtenfels anlässlich der Frühjahrsdienstversammlung in der Kordigasthalle in Altenkunstadt zurückblicken. Auf der umfangreichen Tagesordnung standen auch Ehrungen: Unter anderem wurde Kreisbrandinspektor Gert Bauer mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für hervorragende Verdienste um das Feuerwehrwesen ausgezeichnet.


Zu Beginn der Versammlung gab der Leiter der Integrierten Leitstelle (ILS), Uwe Fuchs, einen kurzen Erfahrungsbericht ab. Seit der Inbetriebnahme der ILS am 27. Juli 2010, habe die Leitstelle rund 63.000 Anrufe entgegengenommen. Die meisten davon entfielen auf den Bereich Rettungsdienst. Es gebe sicherlich noch verschiedene „Problemchen“, aber man werde „von Tag zu Tag besser“. In diesem Zusammenhang verwies Fuchs darauf, dass eventuelle Probleme mit der Leitstelle auch angesprochen werden müssten, um diese zu beheben. Den Feuerwehren dankte er für die bisherige gute Zusammenarbeit.

Kreisbrandrat Siegfried Kerner konnte in seinem Bericht auf zahlreiche Einsätze seit der Herbstversammlung verweisen. Für das Jahr 2010 legte Kerner beeindruckende Zahlen vor. Die Wehren des Landkreises seien insgesamt zu 894 Einsätzen gerufen worden. Dabei hätten 9.069 Feuerwehrdienstleistende 15.842 Einsatzstunden zugebracht. Insgesamt leisteten 3.655 (2009: 3.689) Personen aktiven Feuerwehrdienst in 121 Wehren, davon 358 (333) Frauen. In den Jugendfeuerwehren seien 453 (420) Mitglieder zu verzeichnen, davon 106 (86) Mädchen. Im vergangenen Jahr seien von 58 Personen Lehrgänge an den Staatlichen Feuerwehrschulen besucht worden. Die Ausbildung auf Landkreisebene könne sich ebenfalls sehen lassen: An den insgesamt 69 ehrenamtlich organisierten und durchgeführten Lehrgängen hätten 1.247 Feuerwehrdienstleistende teilgenommen. Diese hätten dabei knapp 12.300 Stunden Freizeit für die Allgemeinheit geopfert. Multipliziere man diese Stundenzahl mit einem durchschnittlichen Kostensatz von 30 EUR, ergebe sich eine Kosteneinsparung für die Städte und Gemeinden des Landkreises von rund 370.000 EUR. Dabei seien die vielen zusätzlichen Stunden Arbeit in den einzelnen Wehren für Einsätze, Übungen, Instandhaltungsarbeiten und ähnliches noch gar nicht enthalten.

Bezüglich des so genannten „Feuerwehrführerscheins“ konnte der Kreisbrandrat vermelden, dass der Bundestag dem Gesetzentwurf zugestimmt habe. Anm. d. Verf.: Inzwischen hat auch der Bundesrat zugestimmt. Somit sei der Weg geebnet, um Feuerwehrangehörigen das Führen von Einsatzfahrzeugen bis 7,5 t zulässiger Gesamtmasse zu ermöglichen, ohne den LKW-Führerschein erwerben zu müssen.

Wie Kerner informierte, fließe das Bußgeld von insgesamt 20,5 Mio. EUR, das das Bundeskartellamt gegen drei Aufbauhersteller von Feuerwehrfahrzeugen verhängt habe, in voller Höhe an den Bund. Damit schauten die durch Preisabsprachen Hauptgeschädigten, nämlich die Kommunen, „in die Röhre“.

Die Fördersätze für die Beschaffung von Fahrzeugen und Geräten würden eventuell erhöht. Geplant seien auch die Förderung von Wärmebildkameras und Mannschaftstransportfahrzeugen. In diesem Zusammenhang weiß der Kreisbrandrat darauf hin, dass im Bereich der Löschfahrzeuge in Kürze Normänderungen anstünden.

Die „Ausgezeichneten“ Feuerwehrdienstleistenden (ab 2.v.l.): KBI Gert Bauer (Weismain, Bay, Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber), KBM Siegfried Hammrich (Püchitz, 25 Jahre aktive Dienstzeit), KBI Josef Lieb (Wiesen, 40 Jahre Aktive Dienstzeit) und Christian Kunstmann (Weismain, Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberfranken) mit Kreisbrandrat Siegfried Kerner (links), Bürgermeister Georg Vonbrunn und Kreisbrandinspektor Timm Vogler (von rechts).


Kreisbrandinspektor Gert Bauer (links) konnte das Bayerische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für „hervorragende Verdienste“ im Feuerwehrwesen aus den Händen von Kreisbrandrat Siegfried Kerner (rechts) und dem Stellvertreter des Landrats, Bürgermeister Georg Vonbrunn, entgegennehmen.

Regierungsrat Klaus Langer nahm Bezug auf die Hochwassersituation Anfang des Jahres und wies auf die vorhandene Sandsackfüllanlage des Landkreises hin, die ab zirka 500 benötigten Sandsäcken örtlich zur Verfügung stünde. Bei derartigen Lagen wie in diesem Jahr sei auch zu überlegen, ob die Feuerwehren vor Ort noch klar kämen, oder sich das Landratsamt als Katastrophenschutzbehörde einschalten müsse. Langer bat die anwesenden Kommandanten außerdem darum, bei Einsätzen nur mit den von der ILS alarmierten Fahrzeugen auszurücken.

In Sachen ILS konnte auch Kreisbrandmeister Uwe Knab berichten. Die Einsatznachbearbeitung erfolge in Zukunft direkt am Computer. Deshalb seien bei inzwischen 22 Schulungsabenden 300 Personen aus fast allen Wehren auf das neue System geschult worden.

Mit Zahlen aus dem Ausbildungsbereich für das Jahr 2010 wartete Kreisbrandmeister Erich Wachsmann auf. Die Leistungsprüfung „Löscheinsatz“ sei im vergangenen Jahr von 35 Wehren mit 54 Gruppen abgelegt worden. Dabei seien insgesamt 349 Teilnehmer, davon 47 Frauen, zu verzeichnen gewesen. Bei der Leistungsprüfung „Hilfeleistung“ hätten 80 Männer (keine Frau) aus drei Wehren in zehn Gruppen ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt. Der Jugendleistungsprüfung hätten sich lediglich vier Jugendliche aus Wolfsdorf gestellt. Hier seien im Jahr 2009 noch 62 Teilnehmer zu verzeichnen gewesen. Die Feuerwehr-Grundausbildung laufe nach wie vor hervorragend.

Von den Ehrungen überbrachte Bürgermeister Georg Vonbrunn als weiterer Stellvertreter des Landrats Grüße und Dank. Man sei im Landkreis stolz darauf, dass man sich auf die Wehren verlassen könne. „Für dieses beruhigende Gefühl bedanke ich mich gerne, ganz herzlich“, so Vonbrunn. Für „besondere Verdienste“ um das Feuerlöschwesen konnte Kreisbrandinspektor Gert Bauer das Bayerische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber in Empfang nehmen. Die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberfranken bekam Christian Kunstmann (Weismain) überreicht und zur Ehrung für langjährige aktive Dienstzeit standen zwei Mitglieder der Kreisbrandinspektion an: Kreisbrandinspektor Josef Lieb (Wiesen) wurde mit dem goldenen Ehrenzeichen für 40 Jahre, Kreisbrandmeister Siegfried Hammrich (Püchitz) mit den silbernen Ehrenzeichen für 25 Jahre ausgezeichnet.

Kreisbrandrat Siegfried Kerner dankte den Geehrten für ihr Engagement und gleichzeitig allen Feuerwehrdienstleistenden für ihre stete Einsatzbereitschaft sowie den Verantwortlichen in den Kommunen sowie beim Landkreis und in den anderen Hilfsorganisationen für eine stete konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.


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Herbstdienstversammlung der Feuerwehren
im Landkreis Lichtenfels am 12.11.2010 in Ebensfeld

Verfasser: Markus Witzgall

EBENSFELD / LKR. LICHTENFELS. Auszeichnungen für langjährige aktive Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr galt es anlässlich der von Kreisbrandrat Siegfried Kerner geleiteten Herbstdienstversammlung der Feuerwehrkommandanten des Landkreises zu verleihen.

Landrat Reinhard Leutner dankte den zu Ehrenden, die ihre Freizeit seit 40 oder 25 Jahren für die Allgemeinheit opferten und wies darauf hin, dass diese Ehrungen von staatlicher Seite erfolgten. Kommandant Werner Kirschner (Mönchkröttendorf) konnte das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre, Kommandant Alfred Klemenz (Marktzeuln) und Kreisbrandmeister Timm Vogler (Burkheim) für jeweils 25 Jahre aktive Dienstzeit in Empfang nehmen. Außerdem konnten in der Versammlung Dankurkunden an die Polizeiinspektion sowie Feuerwehreinsatzzentrale in Lichtenfels überreicht werden für die Sicherstellung der Feuerwehralarmierung über viele Jahre hinweg. Seit dem Sommer dieses Jahres übernimmt dies die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Ebersdorf bei Coburg.

Lob und Anerkennung ernteten die Feuerwehrkommandanten von den Grußwortrednern. Während Landrat Reinhard Leutner und Bürgermeister Bernhard Storath die volle Unterstützung für die Feuerwehren zusicherten und für die geleistete Arbeit bedankten (Leutner: „Ein Bürgermeister ist stolz auf seine Feuerwehr“, Storath: „Wir Bürgermeister unterstützen Euch.“), bescheinigten Polizeihauptkommissar Jürgen Jander und BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak eine „sehr gute, zum Teil hervorragende“ Zusammenarbeit mit den Feuerwehren.

Über die Geschehnisse seit der Frühjahrsdienstversammlung erstattete Kreisbrandrat Siegfried Kerner umfassend Bericht. In Bezug auf die Diskussion um die ICE-Tunnelbaustellen stellte der Kreisbrandrat fest, dass die Feuerwehren von vornherein eingebunden worden seien, was die Sicherheit der Baustelle angehe. Bei Wettbewerben im Jugend- und Erwachsenenbereich habe der Landkreis Lichtenfels auf Bezirksebene wieder hervorragende Platzierungen belegen können. Was die angestrebte Führerscheinregelung bis 7,5 t zulässiger Gesamtmasse anbelange, informierte Kerner darüber, dass sich, nach Klärung in Bayern, nun das Bundesinnenministerium quer stelle – mit der Begründung, dass die Feuerwehren nicht zum Katastrophenschutz gehörten. Man könne sich über derartige Aussagen nur wundern, so der Kreisbrandrat, schließlich stellten die Feuerwehren bei Katastrophenfällen zum einen in der Regel das größte Helferkontingent, außerdem regelten die Feuerwehrgesetze der Länder deren Mitwirkung im Katastrophenschutz eindeutig.

Regierungsamtsrat Klaus Langer informierte darüber, dass die Notrufnummer 112 mit der Integrierten Leitstelle als alleinige Nummer für Feuerwehr und Rettungsdienst gelte. Die alte Nummer 19222 für den Rettungsdienst laufe aus. Die Alarmierung durch die Integrierte Leistelle funktioniere leider noch nicht in allen Bereichen reibungslos, was auch an den „unglaublichen Datenmengen“ liege, die im Einsatzleitsystem hinterlegt werden mussten. Hier werde aber beim Auftreten von Störungen umgehend nachgebessert.

Über die Zukunft des Funkverkehrs der Feuerwehren informierte Kreisbrandmeister Ottmar Jahn. Mit der Einführung des Digitalfunks – voraussichtlich solle dies bis 2014 geschehen – stünden den Feuerwehren wesentlich mehr Möglichkeiten der Kommunikation zur Verfügung. Diese seien mit dem Handy vergleichbar. So könnten in Zukunft auch Daten versendet oder per Funk auf das Telefonnetz zugegriffen werden. Ferner sei unter anderem die Ortung von Funkgeräten sowie ein automatisierter Notruf möglich.

Der Mönchkröttendorfer Kommandant Werner Kirschner Mitte) konnte das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 40-jährige aktive Dienstzeit aus den Händen von Landrat Reinhard Leutner und Kreisbrandrat Siegfried Kerner in Empfang nehmen.


Mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen wurden (ab 2. von links) Alfred Klemenz (Marktzeuln, 25 Jahre), Werner Kirschner (Mönchkröttendorf, 40 Jahre) und Kreisbrandmeister Timm Vogler (Burkheim, 25 Jahre) durch Kreisbrandrat Siegfried Kerner und Landrat Reinhard Leutner ausgezeichnet.

Dankurkunden für die Alarmierung und Einsatzabwicklung in den vielen vergangenen Jahren vor der Einführung der Integrierten Leitstelle konnten Jürgen Jander für die Polizeiinspektion Lichtenfels und Kommandant Peter Hönninger für die Feuerwehreinsatzzentrale Lichtenfels in Empfang nehmen.



Kreisbrandmeister Erich Wachsmann konnte von der Feuerwehr-Grundausbildung berichten, dass man in diesem Jahr den 81. Lehrgang seit dem Beginn 1991 habe durchführen können. Dabei hätten insgesamt bereits 1.942 Kameradinnen und Kameraden ausgebildet werden können.

Umfangreich informierten auch die Kreisbrandmeister Uwe Knab zum Thema Einsatznachbearbeitung, Timm Vogler zur Gefährdungsbeurteilung für Feuerwehren und Lutz Schneider aus dem Bereich Atemschutz.

Zum Abschluss der Versammlung dankte Kreisbrandrat Siegfried Kerner allen Feuerwehrangehörigen für ihr Engagement, den Kommunen sowie dem Landratsamt für die Unterstützung der Feuerwehren sowie allen Hilfsorganisationen für die gute Zusammenarbeit.


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Frühjahsdienstversammlung der Feuerwehren
im Landkreis Lichtenfels am 16.04.2010 in Redwitz


LKR. LICHTENFELS / REDWITZ. Bei ihrer Frühjahrsdienstversammlung in der Turnhalle der Alber-Blankertz-Schule hatten die Feuerwehrkommandanten des Landkreises eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Kreisbrandmeister Thomas Hofmann wurde für 25 Jahre aktive Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.

Kreisbrandrat Siegfried Kerner konnte neben den fast vollzählig erschienenen Kommandanten und Stellvertretern auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Landrat Reinhard Leutner dankte in seinem Grußwort allen Feuerwehrangehörigen für ihren Dienst an der Bevölkerung. Auch bei Katastrophen seien es die Feuerwehren, die immer angesprochen seien. Ohne die vielen freiwilligen Helfer sei der Katastrophenschutz undenkbar. Der Dank sei deshalb für Leutner selbstverständlich. Allerdings müsse man aufpassen, dass nicht durch Bürokraten vieles kaputt gemacht werde. Bezug nehmend auf den Klinikumneubau, der ebenfalls der Bevölkerung zu Gute komme, konstatierte der Landrat, dass bei breiter Zustimmung in München und Bayreuth ausgerechnet Gegenwind aus den eigenen Reihen des Kreistags zu spüren sei. Das neue Klinikum werde das modernste in ganz Bayern werden. Zum Schutz der Bevölkerung propagierte Leutner auch die geplante Medizinisch-Psychologische Untersuchung für jugendliche Führerscheinanfänger, die im Vorfeld mit Alkohol auffällig geworden seien.

Günther Kohles. 2. Bürgermeister der Gemeinde Redwitz a.d. Rodach, begrüßte die Feuerwehr-Führungskräfte und Ehrengäste. "Gutes kostet Geld, das man gerne investiert", stellte Kohles fest. Die Gemeinde Redwitz habe in den vergangenen Jahren auch entsprechend in ihre Feuerwehren investiert. Er selbst könne sich bei Übungen und Ausbildungen immer wieder ein Bild von der Arbeit der Wehren machen und bestätigen, dass die Feuerwehrangehörigen "menschlich und fachlich gut geeignet" für die Arbeit zum Wohle der Bevölkerung seien.

Polizeirat Willibert Lankes und BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak dankten den Feuerwehren für die stets gute Zusammenarbeit.

Als Referent des Abends informierte Rainer Brehm, Systemadministrator der
zukünftigen "Integrierten Leitstelle" für Feuerwehr und Rettungsdienst, über den Fortschritt derselben. Die Disponenten hätten inzwischen die 28-wöchige Zusatzausbildung durchlaufen. Ende Juli bis Anfang August diesen Jahres sei der Echtbetrieb für die Feuerwehren geplant. Zu diesem Zeitpunkt würde auch der Notruf 112 in der neuen Leitstelle in Ebersdorf auflaufen - allerdings sei dies zunächst nur aus dem Festnetz sichergestellt. Da die Mobilfunkprovider bis zu 3 Monate (!) Zeit hätten, die Notrufnummern an die zuständige Instanz umzuschalten, könne es für diese Übergangsfrist durchaus noch sein, dass ein Notruf über Handy bei den bisher Alarm auslösenden Stellen, respektive der Polizei, auflaufe. Diese leite den Anrufer natürlich an die integrierte Leitstelle weiter. Auch künftig werde zu jedem Einsatz die zuständige Ortsfeuerwehr mit alarmiert. Ansonsten gelte die Regel, dass das nächstgelegene geeignete Einsatzmittel, auch über Landkreisgrenzen hinweg, alarmiert werde. Aus bisher sieben Alarmstufen würden künftig 56 Einsatzstichworte für die Feuerwehr. Am 6. Juni stelle sich die integrierte Leitstelle bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vor, zu dem Brehm herzlich einlud. Die offizielle Eröffnungsfeier sei dann für 25. Juli geplant.

Kreisbrandrat Siegfried Kerner erstattete anschließend ausführlich Bericht über die Ereignisse seit der Herbstdienstversammlung. So hätten die Feuerwehren des Landkreises in diesem Zeitraum 23 Brand- und 27 Technische Hilfeleistungseinsätze bewältigt. Nicht mitgezählt zahlreiche Falschalarme durch automatische Brandmeldeanlagen sowie etliche Ölspurbeseitigungen und Unterstützung des Rettungsdienstes mit den Drehleitern.

Im Jahr 2009 hätten die Wehren im Landkreis Lichtenfels insgesamt 789 Einsätze bewältigt, eine Steigerung um 77 Einsätze gegenüber dem Vorjahr. Davon waren 189 (180) Brände, 291 (231) Technische Hilfeleistungen, 92 (80) Fehlalarmierungen und 217 (241) Sicherheitswachen. Dabei haben 8.050 Feuerwehrdienstleistende insgesamt 14.843 Einsatzstunden geleistet. Von 3.689 Aktiven in den 121 Wehren im Landkreis seien 333 Damen. Bei den Jugendfeuerwehren leisteten 356 Mitglieder Dienst, davon 77 Mädchen. Insgesamt sei ein Plus von 38 Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Durch die verschiedensten im Landkreis durchgeführten Aus- und Fortbildungslehrgänge könnten den Kommunen jährlich Kosten von rund 360.000 EUR erspart werden.

Für die Brandschutzerziehung habe man einen neuen Feuertrainer beschaffen können, der nach Absprache auch für Feuerwehrveranstaltungen zur Verfügung stehe. Ferner verfüge man im Landkreis über neun Übungsfeuerlöscher. Erstmals habe man in diesem Jahr Firmen für die Unterstützung der Feuerwehren auszeichnen können. Diese Ehrungen sollten auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Im laufenden Jahr stünden auch wieder zahlreiche Termine an. So sei am 12. Juni eine Fahrt zur Messe "Interschutz" geplant. Ferner eine Ausflugsfahrt vom 4. bis 11. Dezember in das Bayerische Feuerwehr-Erholungszentrum Bayerisch Gmain. Der Kreisjugendfeuerwehrtag finde am 12. September in Lichtenfels statt, die Feuerwehr-Aktionswoche vom 18. bis 26. September. Die Herbstdienstversammlung der Feuerwehrkommandanten werde man am 12. November in der Turnhalle in Ebensfeld abhalten.

Abschließend dankte Kerner allen ausgeschiedenen Kommandanten für die bisherige Arbeit und bat um Unterstützung für deren Nachfolger. Der Kreisbrandrat dankte außerdem allen Feuerwehrdienstleistenden für die geleistete Arbeit Den Verantwortlichen im Landkreis und bei den Kommunen sowie Polizei, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen dankte Kerner für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Regierungsamtsrat Klaus Langer vom Landratsamt wies darauf hin, dass der Lehrgang "Hochwasserschutz" auch für Feuerwehren interessant sei, die "nicht entlang des Mains liegen". Bezüglich des Kostenersatzes wandte sich Langer insbesondere an die Vertreter der Kommunen. Inzwischen sei eine sehr genaue Begründung erforderlich, warum welche Kosten entstanden seien.

Kreisbrandmeister Uwe Knab informierte über die bevorstehenden Schulungen bezüglich der Einsatznachbearbeitung für die integrierte Leitstelle. Diese verschöben sich um rund einen Monat uns begännen voraussichtlich Ende Mai.

Aus den Bereichen Leistungsprüfung und Feuerwehr-Grundausbildung erstattete Kreisbrandmeister Erich Wachsmann Bericht: Für alle Leistungsprüfungen gebe es neue Richtlinien und nur noch Höchstzeiten als Zeitvorgabe. Die Sollzeiten seien entfallen. In 2009 seien folgende Leistungsprüfungen abgelegt worden: "Die Gruppe im Löscheinsatz" von 37 Feuerwehren mit 66 Gruppen. Stufe 1 (Bronze) 99 mal, davon 20 an Frauen; Stufe 2 (Silber) 79 mal (15 Frauen); Stufe 3 (Gold) 57 mal (4 Frauen); Stufe 4 (Gold/Blau) 71 mal (5 Frauen); Stufe 5 (Gold/Grün) 68 mal (7 Frauen) und Stufe 6 Gold/Rot) 72 mal (5 Frauen). Der Leistungsprüfung "Technische Hilfeleistung" habe sich im vergangenen Jahr nur eine Feuerwehr mit 2 Gruppen gestellt, davon wurden vergeben: . Stufe 1 (Bronze) 3 mal, davon 2 an Frauen; Stufe 2 (Silber) 2 mal (1 Frau); Stufe 3 (Gold) 1 mal (1 Frau); Stufe 3/1 (Gold/Blau) 5 mal (2 Frauen); Stufe 3/2 (Gold/Grün) 6 mal und Stufe 3/3 (Gold/Rot) 1 mal. Die Jugendleistungsprüfung hätten insgesamt 62 Jugendliche aus 15 Jugendgruppen, davon 14 Mädchen. abgelegt. Die vier Lehrgänge zur Feuerwehr-Grundausbildung (Truppmann Teil 1) seien in 2009 von insgesamt 99 Teilnehmern (darunter 17 Frauen) besucht worden. Bei zehn Motorsägenführerlehrgängen hätten 168 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die erforderlichen Kenntnisse erworben.

Kreisbrandmeister Thomas Hofmann konnte für 25 Jahre aktive Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet werden. Landrat Reinhard Leutner und Kreisbrandrat Siegfried Kerner überreichten Ehrenzeichen und Urkunde.

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Kreisbrandmeister Thomas Hofmann (Mitte) wurde für 25-jährige Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Landrat Reinhard Leutner (rechts) und Kreisbrandrat Siegfried Kerner gratulierten.

Markus Witzgall


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Frühjahsdienstversammlung der Feuerwehren

im Landkreis Lichtenfels am 3.4.2009

in der Kordigast-Halle in Altenkunstadt !

Werner Bergmann (Kösten, 2.v.l.) und Ottmar Krappmann (Frauendorf, 3.v.l.) wurden mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Beide haben mehr als 25 Jahre lang ihre Feuerwehren als Kommandanten geprägt. Landrat Reinhard Leutner und Kreisbrandrat Siegfried Kerner gratulierten.

Von der Versicherungskammer Bayern gesponserte „Mobile Rauchverschlüsse“ erhielten die Feuerwehren Birkach, Buch am Forst, Eichig, Kleukheim, Modschiedel und Uetzing.

LKR. LICHTENFELS / ALTENKUNSTADT. Anlässlich der Frühjahrsdienstversammlung der Kommandanten in der Kordigasthalle konnten die Feuerwehren des Landkreises auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblicken. Ottmar Krappmann und Werner Bergmann wurden für ihr außergewöhnliches Engagement als Kommandaten mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Kreisbrandrat Siegfried Kerner konnte neben den zahlreichen Kommandanten und deren Stellvertretern auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Landrat Reinhard Leutner zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, „dass so viele Bürgermeister da sind.“ Zeige dies doch die Verbundenheit der Kommunen mit ihren Wehren. Bezug nehmend auf aktuelle Diskussionen – zum Beispiel zum Feuerwehrführerschein - wies der Landrat darauf hin, dass inzwischen gut 80% aller Regelwerke von der EU beschlossen würden und man sich entsprechend Freunde dort suchen müsse, wenn man einen Antrag durchbringen wolle. Bei inzwischen 25 Mitgliedsländern sei es aber auch nicht immer einfach, die Interessen „unter einen Hut zu bringen“. Leutner forderte die anwesenden auch weiterhin zum Zusammenhalt auf und konstatierte abschließend: „Ich kann mich nur immer wieder bedanken für Euren Einsatz.“ Die Grüße der Polizei überbrachte Polizeioberkommissarin Heidi Hansen. Sie dankte im Namen aller Kolleginnen und Kollegen für die hervorragende Zusammenarbeit: „Ohne Euch wären wir von der Polizei nur halb so gut“. Die Grüße des BRK übermittelte Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak.

Dem Bericht von Kreisbrandrat Siegfried Kerner war zu entnehmen, dass auch das Jahr 2008 ein nicht ganz ruhiges für die Feuerwehren des Landkreises gewesen sei. Bei insgesamt 763 Einsätzen (932 in 2007) hätten 7.467 Feuerwehrdienstleistende 16.473 Stunden geleistet. Im Einzelnen entfielen diese auf 212 Brände (2007: 212), 248 (431) Technische Hilfeleistungen, 74 (80) Fehlalarmierungen und 229 (241) Sicherheitswachen). Im Landkreis leisteten 3.719 (+82) Feuerwehrangehörige Dienst, davon 331 Frauen (-4). Von 420 Feuerwehranwärtern (-10) sind 80 Mädchen (-24). Insgesamt könne man sich im Landkreis Lichtenfels glücklich schätzen, da in Oberfranken insgesamt die Zahl der Aktiven stark rückläufig sei.

Im vergangenen Jahr hätten 82 (75) Personen Lehrgänge an den Staatlichen Feuerwehrschulen besucht.

Auch in Sachen Ausbildung sei man im Landkreis wieder sehr aktiv gewesen. Die lange Liste der angebotenen Lehrgänge und der dabei aufgewendeten Stunden bringe den Kommunen eine Ersparnis von rund 320.000 Euro im Jahr. Ein besonderer Dank Kerners galt hierbei den zahlreichen Ausbildern, die sich immer wieder in ihrer Freizeit zur Verfügung stellten.

In Bezug auf die Verkehrsregelung durch Feuerwehrangehörige bat der Kreisbrandrat um ein ordentliches Auftreten, nach Möglichkeit mit jeweils zwei Personen. Immer wieder würden Anhaltezeichen ignoriert und man habe so im Streitfall einen Zeugen. An die Adresse der Polizei gerichtet, bat Kerner um eine medienwirksame Verfolgung entsprechender Verstöße, bei denen Feuerwehrangehörige durch rücksichtslose Verkehrsteilnehmer gefährdet oder gar verletzt würden.

In Sachen Feuerwehrführerschein bemühe sich der Landesfeuerwehrverband Bayern inzwischen darum, diesen bis 7,49 t zulässiger Gesamtmasse auszuweiten. Die derzeit im Raum stehenden 4,25 t reichten für die meisten Fahrzeuge in Bayern nicht aus. In Sachen Atemschutz warb der Kreisbrandrat für die Brandübungsanlage des Freistaats in Bamberg. Diese sei nach der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger die erste Möglichkeit einer „heißen Übung“. Es wäre schade, wenn diese Einrichtung mangels Auslastung aufgegeben werden müsse, so Kerner.

Fahrten von Feuerwehrangehörigen zum Gerätehaus sorgten immer wieder für Beschwerden aus der Bevölkerung. Der Kreisbrandrat bat deshalb nochmals eindringlich um entsprechende Rücksichtnahme und Vorsicht. Was überhaupt nicht angehen könne, sei die Missachtung von geschlossenen Schranken oder Rotlicht durch Einsatzfahrzeuge an Bahnübergängen, auch nicht bei Inanspruchnahme von Wegerecht durch Blaues Blinklicht und Einsatzhorn. Dies stelle einen schwerwiegenden Eingriff in den Bahnverkehr dar und sei unter allen Umständen zu unterlassen.

Der von einigen Feuerwehren angestrebten Feuerwehrausbildung in Bonndorf (Anm. des Verfasser: Übungsdorf der Bundeswehr bei Hammelburg) stehe die Kreisbrandinspektion skeptisch gegenüber. Es sei auf jeden Fall mit den betreffenden Bürgermeistern bzw. Kämmerern abzustimmen, wie bei Schäden oder Unfällen verfahren würde. Entstehende Kosten für Reparaturen an Fahrzeugen fehlten dann eventuell bei Anschaffungen. Außerdem dürfe die Einsatzbereitschaft der Wehren durch die Abwesenheit von Mannschaft und Gerät nicht wesentlich geschwächt werden.

Zum Abschluss dankte der Kreisbrandrat den Kommandanten und Stellvertretern sowie allen Feuerwehrangehörigen für die geleistete Arbeit, Landrat Reinhard Leutner, den Bürgermeistern und Sachbearbeitern für die Unterstützung sowie den weiteren Rettungsorganisationen und der Presse für die stets gute Zusammenarbeit.

Für das Landratsamt erstattete Regierungsamtsrat Klaus Langer Bericht. Bezüglich des Baufortschrittes an der Integrierten Leitstelle in Ebersdorf bei Coburg konnte Langer über die erfolgte Anbringung des Außenputzes berichten. Demnächst stünde der Innenausbau an und die Informations- und Kommunikationstechnik werde ausgeschrieben. Im Frühsommer 2010 werde die Integrierte Leitstelle dann auch die Feuerwehralarmierung in den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels sowie der Stadt Coburg übernehmen. Der Bereich Rettungsdienst werde noch in diesem Jahr auf die Integrierte Leistelle umgelegt.

Über den Fortschritt der Alarmierungsplanung in Bezug auf die Integrierte Leitstelle informierte Kreisbrandinspektor Gert Bauer die Versammlung.

Kreisbrandmeister Erich Wachsmann berichtete aus dem Bereich Ausbildung. Im Bereich der Leistungsprüfungen sei ein Rückgang in 2008 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen gewesen. Der Leistungsprüfung „Löscheinsatz“ hätten sich 44 (58) Gruppen gestellt. Dabei seien folgende Stufen abgelegt worden: Stufe 1: 82 mal (4 weibliche Teilnehmer), Stufe 2: 29 mal (3w), Stufe 3: 41 mal (3w), Stufe 4: 48 mal (6w), Stufe 5: 49 mal (5w) und Stufe 6: 51 mal (8w). Dies ergebe insgesamt 300 Teilnehmer gegenüber 399 in 2007. Die Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ hätten insgesamt 128 TeilnehmerInnen abgelegt, davon Stufe 1: 41 mal (3w), Stufe 2: 21 mal (1w), Stufe 3: 16 mal (3w), Stufe 3/1: 16 mal (1w), Stufe 3/2: 12 mal (0) und Stufe 3/3: 22 mal (0). Der Bereich der Feuerwehr-Grundausbildung sei nach wie vor erfolgreich. Seit diesem Jahr arbeite man hier auch mit modernsten Mittel und neuen Medien.

Im Anschluss an die Berichte konnte Kreisbrandrat Siegfried Kerner zwei verdiente und langjährige Kommandanten mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber auszeichnen. Werner Bergmann war 27 Jahre lang Kommandant der FF Kösten. Dort hat er seit 1966 aktiven Dienst geleistet und in dieser Zeit immer wieder junge Menschen zum Dienst in der Feuerwehr gewinnen können. Unter anderem stellte die FF Kösten in seiner Dienstzeit 2 mal den Sieger beim Erwachsenenleistungsmarsch in Oberfranken.

Seit 1976 ist Ottmar Krappmann in der FF Frauendorf aktiv und 25 Jahre deren Kommandant. Neben seinem Engagement in der eigenen Wehr ist Krappmann auch als Delegierter des Kreisfeuerwehrverbandes „im Einsatz“. Beide Geehrten hätten das Bild ihrer Wehren über die langen Jahre ihrer Kommandantur entscheidend mit geprägt, So Kreisbrandrat Siegfried Kerner. Gemeinsam mit Landrat Reinhard Leutner überreichte er die Auszeichnungen.

Zum Abschluss der Versammlung konnten die Feuerwehrkommandanten aus Birkach, Buch am Forst, Eichig, Kleukheim, Modschiedel und Uetzing noch von der Versicherungskammer Bayern zur Verfügung gestellte so genannte „Mobile Rauchverschlüsse“ in Empfang nehmen. Nachdem bereits die Stützpunktwehren mit derartigen Geräten ausgerüstet seien, habe man nun bewusst diejenigen Wehren mit Atemschutz ausgerüstet, die eben von den Stützpunkten „etwas weiter weg“ seien, so der Kreisbrandrat. Die Mobilen Rauchverschlüsse werden von der VKB als Dauerleihgabe den Wehren überlassen. Inzwischen könne man auch mit dem Vergabeverfahren leben.



Verfasser: Markus Witzgall

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