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Leuchtballon hilft gegen die Stolperfallen
Text und Bild: Tobias Kindermann / Fränkischer Tag
Der Landkreis-Feuerwehrverband erhielt als Spende eine neue Lichtquelle, die die Feuerwehrleute beim Arbeiten nicht blendet. Sie wird imAnhänger des Einsatzleitwagens unterwegs sein.
Lichtenfels — Erst vor zwei Wochen leistete so ein Gerät der Feuerwehr bei einem Hochwassereinsatz gute Dienste: „Wir haben damit ein Areal an der Mainbrücke in Altenkunstadt ausgeleuchtet“, sagte Kreisbrandinspektor Timm Vogler. Er leuchtet, aber er kann nicht fliegen. Aber genau so soll es auch sein: Gestern erhielt der Kreisfeuerwehrverband Lichtenfels von der Bayerischen Versicherungskammer einen Leuchtballon. Mit dem Gerät lassen sich bei einem Einsatz etwa 200 Quadratmeter blendfrei tageslichthell ausleuchten, ein Vorteil vor allem rund um Einsatzfahrzeuge: „Dort liegen viele Kabel und Schläuche, das sind alles Stolperfallen“, sagte Helmut Steck, Pressereferent bei der Versicherungskammer und selber Feuerwehrmann. Die Quecksilberlampe mit 1000 Watt verteilt, dank des ballonförmigen Diffusors, ihr Licht sehr gleichmäßig, anders als viele punktförmigen Leuchten, die die Feuerwehr jetzt hat. Der 3000 Euro teure Leuchtballon, auch Powermoon genannt, wird künftig imMaterialanhänger des Einsatzleitwagens des Landkreises unterwegs sein. Dieses Spezialfahrzeug hat der Landkreis vor zweieinhalb Jahren angeschafft, sagte Hubert Wendler von der Feuerwehr Lichtenfels/Main, Leiter der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, zu der das Fahrzeug gehört.
Hubert Wendler (von links), Oliver Schardt, Reinhard Leutner, Siegfried Kerner, Klaus Langer, Helmut Steck, Lutz Schneider und Timm Vogler bei der Übergabe des Leuchtballons
Foto: Tobias Kindermann
Dieser Wagen ist ein fahrender Kommandostand für große Einsätze. In einem Abteil haben die Führungskräfte Platz, im anderen Raum läuft der Funk- und Telefonverkehr. Wenn der neue Ballon leuchten wird, hat man es deshalb mit einem schweren Fall zu tun: „Etwa viermal im Jahr rücken wir momentan aus“, überschlug Wendler. Das Team besteht aus zehn Kollegen. „Das alles wird ja nicht für die Feuerwehr gemacht“, betonte Kreisbrandrat Siegfried Kerner. Eine gute Ausrüstung diene im Ernstfall ja der Bevölkerung. Und auch Landrat Leutner hob hervor, dass ein gutes Equipment für die Wehren eine wichtige Aufgabe für Städte und Gemeinden sei – und auch der Landkreis engagiere sich ja bereits stark. Übrigens: Auch die ersten Wärmebildkameras waren Spenden der Versicherungskammer. Heute sind sie in der Feuerwehrarbeit unverzichtbar. Inzwischen wird im zuständigen bayerischen Ministerium sogar an Förderrichtlinien gearbeitet, um ihre Anschaffung zu erleichtern, sagte Steck.
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Timm Vogler - neuer Kreisbrandinspektor
Landkreis Lichtenfels – Kreisbrandmeister Timm Vogler wurde zum Kreisbrandinspektor ernannt. Die Ernennung durch Kreisbrandrat Siegfried Kerner erfolgte bereits zum 1. Januar 2011. Dies wurde nun am 10. Januar durch Landrat Reinhard Leutner im Landratsamt bestätigt. Timm Vogler ist nun der vierte Kreisbrandinspektor im Landkreis Lichtenfels.
KBR Kerner begründet die Beförderung durch die zum einen erbrachte Leistung Timm Voglers als KBM und zum anderen durch die Notwendigkeit der steigenden Einsatzkomplexität. Timm Vogler wird als Inspektor im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Brand- Arbeits- und Umweltschutz, als vorbestimmter örtlicher Einsatzleiter bei Katastrophen oder schweren Schadensereignissen eingesetzt. Des Weiteren wird die Lehrgangsbearbeitung- und Planung für die Staatlichen Feuerwehrschulen und die Ausbildung im Bereich Unfallverhütungsvorschriften und der technischen Hilfeleistung in das Ressort von KBI Vogler fallen.
KBR Kerner und Landrat Leutner, sowie die anwesenden Kollegen der Kreisbrandinspektion gratulierten Timm Vogler zur Ernennung und wünschten ihm für sein neues Amt alles Gute.
Kreisbrandinspektor
Dipl.-Ing. Timm Vogler
Hohlgasse 21
96264 Altenkunstadt / Burkheim
Tel. privat: 09572/386781
Fax privat: 09572/386795
Tel. dienstl: 0160/7043221
Funkrufname:
Florian Lichtenfels Land 5
Sonderaufgaben
Bild, von links: KBM Thomas Hofmann, KBM Walter Tröster, KBR Siegfried Kerner, KBI Timm Vogler, Landrat Reinhard Leutner, Regierungsamtsrat Klaus Langer, KBI Hermann Schuberth, KBM Siegfried Hammrich, KBM Gerhard Elflein, KBM Ottmar Jahn.
Bild und Text: Lutz Schneider
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Barbarafeier im Felsendom
Brauchtum - Bei der Barbarafeier in der halbfertigen Tunnelröhre der ICE-Baustelle unter den Eierbergen baten die Mineure ihre Schutzheilige am Samstag um ihren Beistand. Dann feierten sie eine unterirdische Party.
An der Stirnseite des betonierten Halbrunds der halbfertigen Tunnelröhre gleißt ein Kreuz aus Neonröhren. Auf dem Podium davor steht ein Altar mit drei schlichten Barbara-Figuren, mit Kerzen, Christsternen und stilvollen Barbara-Sträußchen aus Tannengrün und Kirschzweigen. Strahler an den Wänden geben dem Raum dreidimensionale Tiefe. Die Röhre, durch die in wenigen Jahren Hochgeschwindigkeitszüge preschen, wirkt an diesem Samstag gigantisch wie ein Felsendom. Festsaal Während es draußen bitterkalt ist, feiern die Mineure viele Meter unter schneeweißen Äckern den Tag ihrer Schutzpatronin. Große Turbinen, die ein wenig wie Düsentriebwerke aussehen, blasen warme Luft in den lang gestreckten Raum, der mit großen Filzdecken abgehängt ist. Weiß eingedeckte Tische, auf denen rote Christsterne leuchten geben der Feier eine ganz stimmungsvolle Atmosphäre. Tanja Heinlein und ihre Kollegen von den in der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Eierberge zusammengeschlossenen Baufirmen verteilen Barbarazweige an die Gäste. Die Kirschzweige sollen, wie es Brauch ist, in eine Vase gestellt werden, damit sie am Heiligen Abend aufblühen.Projektleiter Andreas Karlbauer heißt zunächst die Gäste willkommen. Neben den Mineuren der österreichischen Baufirmen freut er sich, dass Menschen aus der Nachbarschaft der Baustelle mitfeiern. Unter den Feiernden ist auch Kreisbrandrat Siegfried Kerner. Staunend mustert er den unterirdischen Felsendom und beurteilt heiter den imposanten Ort: "Gut, die Räumlichkeiten sind da - und die Tisch' müsst' man woanders auch aufstellen." Kreisbrandmeister Lutz Schneider scherzt, dies wäre ein idealer Ort für eine Techno-Party.An diesem Barbaratag haben die Mineure frei. Sonst arbeiten sie sieben Tage in der Woche rund um die Uhr. Projektleiter Andreas Karlbauer erklärt den Gästen, unter welchen Bedingungen unter Tage gearbeitet wird. Er dankt den Mineuren für ihre Spitzenleistungen. Wolfgang Stipek, Geschäftsführer der Wiener Baufirma Porr ("Tunnelpower"), ist stolz auf seine Leute, die in knapp einem halben Jahr ein Drittel der insgesamt 3756 Meter Tunnel aus dem Fels gebrochen haben. "Glück auf!", ruft er ihnen zu. mit bodenständiger MusikNach der Andacht mit Pater Johannes Thum spricht der älteste Arbeiter, Rüdiger Klotz, den Mineursspruch und Polier Manfred Perner überreicht Tunnelpatin Susanne Ramsauer einen Blumenstrauß. Dann beginnt die unterirdische Party - mit Catering und bodenständiger bodenständiger Musik eines Alleinunterhalters, ganz so wie unterm Himmelszelt auch. Tunnelpatin Susanne Ramsauer, im Zivilberuf Gattin des Bundesverkehrsministers, fühlt sich sichtlich wohl unter den Mineuren. Dies sei die erste solche Feier, die sie erlebt, sagt sie, und sie sei überwältigt von diesem Ort, wenn sie sich vorstelle, dass hier einmal Züge durchfahren. Der Barbaratag wird bei Ramsauers zu Hause übrigens auch gefeiert - die älteste Tochter heißt Barbara.
Quelle: Fränkischer Tag / Fotos: Ronald Rinklef
Wie ein Dom wirkt die halbfertige ICE-Tunnelröhre, in der sich die Mineure am 4. Dezember zur Barbarafeier trafen. Nach der Andacht feierten die Bauarbeiter viele Meter unter der Erde im Warmen, während draußen grimmiger Frost herrschte. Am Barbaratag haben die Mineure frei, die sonst sieben Tage in der Woche rund um die Uhr arbeiten.
Kreisbrandmeister Lutz Schneider (links) und Kreisbrandrat Siegfried Kerner tragen Barbarazweige in den Taschen ihrer Feuerwehranoraks.
Pater Johannes Thum aus Vierzehnheiligen hält die Andacht diesmal nicht in der Basilika, sondern im unterirdischen Felsendom.
Tunnelpatin Susanne Ramsauer und Direktor Wolfgang Stipek von der österreichischen Baufirma Porr fachsimpeln über den Tunnelbau.
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Feuerwehr-Aktionswoche 2010
vom 18. – 26. September 2010
Das Motto der diesjährigen Aktionswoche lautet:
Ihre Feuerwehr – Zupacken statt zuschauen!
Mit diesem Motto soll auf die Bedeutung der Feuerwehren eingegangen werden, die im Schadensfall eben nicht nur zuschauen, sondern die Initiative in die Hand nehmen und zupacken – sprich helfen. Damit zeigen die Angehörigen der Feuerwehren Zivilcourage und greifen immer dann ein, wenn andere in Not geraten sind. Beispiele wie z.B. das beherzte Eingreifen eines Schülers, der auch ehrenamtlicher Feuerwehrmann ist, bei dem Amoklauf in Ansbach zeigen, wie ausgebildete Feuerwehrkameraden auch im Zivilleben bereit sind, das „He(l)ft in die Hand zu nehmen“, während andere vielleicht wegschauen oder auch weglaufen. Im Weiteren soll während der Aktion den Bürgern erläutert werden, was hinter bestimmten Begriffen wie z.B. „Was macht die Feuerwehr mit einem Rettungsspreizer eigentlich?“ steht bzw. verstanden wird. In der Folge soll auf die damit erforderliche Ausbildung und Übung aber auch auf die bestehenden Schwierigkeiten wie z.B. hochfeste Materialien im Fahrzeugbau, eingegangen werden. Quelle - LFV-Bayern
Bilder der Aktionswoche - Übung in Oberwallenstadt
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